Warum muss PSAgA überprüft werden?

Persönliche Schutzausrüstung inkl. permanente Anschlagpunkte Seil- und Schienensysteme gegen Absturz (PSAgA) muss nach jeder Überbeanspruchung, bei Zweifeln hinsichtlich des ordnungsgemäßen Zustandes, mindestens einmal jährlich (Gem. §17 Abs. 2 AschG; §151 Abs. 1 u. 2 BauV; §72 Abs. 7 AAV) durch einen Fach- und Sachkundigen überprüft werden. Dieser entscheidet darüber, ob sich die Ausrüstung in einwandfreiem Zustand befindet und die vorgeschriebenen Ablegereifen(ausscheiden) noch nicht erreicht sind. Die Materialprüfung basiert auf dem Grundsatz der aktuellen Normen sowie auf den jeweiligen Herstellervorschriften. Bei der Prüfung ist auch auf die Lesbarkeit der Produktkennzeichnung zu achten. Die Prüfung hat nach den Vorschriften des Herstellers zu erfolgen und ist zu dokumentieren.

Benutzungsdauer allgemein

Die Benutzungsdauer von persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) ist stark von den Einsatzbedingungen abhängig. Aus Chemiefasern hergestellte Gurte und Seile unterliegen auch ohne Beanspruchung einer gewissen Alterung, bspw. durch ultraviolette Strahlung sowie durch klimatische und andere Umwelteinflüsse. Zusätzlich können sich die Weichmacher in den textilen Materialien der PSAgA mit der Zeit verflüchtigen, was auch ohne Nutzung der Ausrüstung zu Versprödung führen kann. Hierdurch entstehen teilweise nicht sichtbare Schäden am Material sowie Verlust der Festigkeit. Der Gesetzgeber empfiehlt daher, Seile und Verbindungsmittel nach spätestens 4 Jahren und Gurte nach 6 Jahren auszutauschen, wobei jedoch die Hinweise des Herstellers in der Gebrauchsanleitung zu beachten sind. Für praktisch alle Produkte gilt, dass bei sehr intensiver Nutzung die maximale Gebrauchsdauer in der Regel nicht erreicht wird.

Informationen rund um die
jährliche Produktüberprüfung

GW Schneider E-Mail: vertrieb@gw-schneider.com Tel.: 0660/21 20 327